Ich denke wir sind uns einig, wenn ich sage, dass wir in allen Bereichen von Gesellschaft, Wirtschaft und Politik ein sehr großes Verbesserungspotenzial haben. An allen Ecken und Enden der Welt versucht man diese Dinge in den Griff zu bekommen. Immer wieder versuchen kluge Köpfe Systeme und Methoden zu entwickeln, wie unser aller Zusammenleben verbessert werden könnte und doch ist es bisher niemanden gelungen, ein geeignetes Konzept hervorzuzaubern. Egal ob es der Kapitalismus, der Sozialismus oder der Kommunismus war oder welcher „…ismus“ auch immer, alle sind gescheitert. Auch Demokratie, Anarchie, Monarchie und alle weiteren Formen haben versagt.

Nun könnten auch wir versuchen ein neues, besseres System zu entwickeln, es wieder allen überstülpen, damit endlich die Dinge in Ordnung kommen. Ich bin mir 100%tig sicher, dass wir wieder genau so scheitern würden, wie alle vorangegangenen Systeme. Das Kernproblem aus meiner Sicht ist, dass alle diese Konzepte aus dem „Mangelbewusstsein“, also aus der Angst, das es immer zu wenig ist und vor allem das der Mensch unfähig und „zu wenig“ ist, entstanden sind. Wir befürchten zu wenig zu haben, zu wenig zu sein, nicht zu entsprechen, „ich muss ja vorsorgen!“, also mir vorher schon Sorgen machen, bevor es überhaupt ein Problem gibt usw. Vor allem wird befürchtet, dass Menschen immer Strukturen und „Führer“ brauchen, die ihnen sagen wie es geht, weil sie es selbst nicht wissen und können. Aber alles was Angst als Ursprung hat, wird auch wieder Angst produzieren. Alles reproduziert nach seiner Art bzw. was wir säen werden wir ernten. Nur wenn wir eine NEUE Saat ausbringen, bekommen wir eine andere Ernte. Ich denke es wird Zeit, diese Dinge ganz neu zu überdenken.

Wir brauchen eine NEUE Wertekultur in Gesellschaft, Wirtschaft & Politik, ein Klima der Inspiration, Kreativität und Liebe. Ein Klima, in dem sich Menschen zu eigenverantwortlichen Persönlichkeiten entfalten und ihren Platz im Leben erkennen und einnehmen. Sie erkennen ihr göttliches ICH und beginnen aus dem SEIN zu leben.

Natürlich stimmt es, dass Menschen oft nicht wissen was richtig ist und wie die Dinge funktionieren. Aber eben nur dann, wenn sie am falschen Platz sind bzw. nicht aus ihrer Berufung heraus handeln. Die NEUE Wertekultur besteht darin, dass die Berufenen auf IHREN Platz kommen und ihre Bestimmung im MITeinander ausleben. Daraus werden sich ganz neue Formen des Zusammenlebens entwickeln. Ich bin der festen Überzeugung, dass sich alle Probleme von selbst lösen, wenn die Berufenen auf ihren Platz kommen. Dadurch wird der Plan Gottes für die Menschheit Realität und dieser funktioniert mit Sicherheit. Was Menschen machen kann funktionieren.

Ich glaube nicht, dass sich die Werte verschoben oder verändert haben, wie manche behaupten, sie gehen immer mehr verloren. Wenn wir mit Menschen sprechen, kennt jeder diese GRUNDWERTE wie Liebe, Respekt, Wertschätzung, Ehrlichkeit usw. und hat sie immer wieder mal mehr oder weniger gelebt. Also sind sie in jedem von uns vorhanden. Vielfach werden sie leider nicht mehr wirklich gelebt. Ich bin überzeugt, dass wir alle, ohne lange überlegen zu müssen, diese Werte aufzählen können und in den meisten dieser Werte eine hohe Übereinstimmung haben.

Aus meiner Sicht genügt nicht zu wissen, welche Werte wichtig sind. Das wird ja vielfach mit sehr geringem Erfolg versucht, dem Menschen wieder Werte, und ethische Verhaltensweisen näher zu bringen. Mit welchem Erfolg? Dies scheint der falsche Ansatz zu sein. Wir brauchen nicht nur ein neues Wertebewusstsein, sondern ein WERTE bewusst SEIN! Nur wenn wir fähig sind, unsere Werte zu leben, sie zu SEIN, dann werden wir eine wirkliche Veränderung erleben. Zu diesen Werten gehört jedoch viel mehr, als einige Verhaltensregeln. Schon Mahatma Gandhi sagt: „Sei die Veränderung, die Du Dir für diese Welt wünschst“

Werte sind das Fundament jeder Gesellschaft. Ohne Werte gibt es kein funktionierendes Zusammenleben. Gesetze können die Werte nicht ersetzen. Es geht darum, gemeinsam eine Wertekultur, die die Liebe als Fundament hat, zur Entfaltung zu bringen. Dies wird aber nur gelingen, wenn es gelingt den Menschen zu helfen, seine Ängste durch Liebe zu neutralisieren. Dies beginnt bei jedem selbst. Es gibt im Volksmund eine Ausspruch: „So wie der Schelm denk, so ist er!“ Also so wie wir über andere denken und sie behandeln, so sind wir selbst bzw. so denken wir über uns.

Wenn der Mensch erkennt: „Ich bin WERTvoll weil ich bin!“ haben wir den wichtigsten Mangel und die größte Lüge der Menschheit in Selbstwert verwandelt. Die Basis für die Wertekultur der gelebten Liebe ist unseren wichtigsten WERT, unsere göttliche Berufung, neu zu entdecken und immer mehr zur Entfaltung zu bringen. Es ist wichtig, ein klares Selbstbild zu haben und einen starken SelbstWERT. Darin steckt auch die Fähigkeit, den WERT unserer Mitmenschen zu schätzen. Einer hohen WERTschätzung füreinander steht nichts mehr im Weg, die eine hohe WERTschöpfung zur Folge hat.

In jedem steckt bereits das Samenkorn seines vollen Potenzials und seiner wahren Identität. Solange dieses Samenkorn nur im Speicher liegt, passiert gar nichts. Ab dem Zeitpunkt, wo es in die Erde fällt, also der Mensch seinem „EGO“ stirbt und sich seinem göttlichen Auftrag bzw. seiner Berufung hingibt, setzt dies einen Wachstumsprozess in gang. Wir beginnen, den uns zugedachten Platz einzunehmen und das beginnt ganz einfach mit der Suche nach diesem Platz. Dies löst einen Prozess in uns aus und unsere Gaben und Potenziale beginnen sich so richtig zu entfalten. Wenn dann das Samenkorn, unsere wahre Identität, noch mit Feuchtigkeit, mit Inspiration, Geist und praktischem Handeln in Berührung kommt, beginnt dieser gigantische Wachstumsprozess. Vorerst sieht diesen niemand, weil sich alles noch unter der Erde, im Verborgenen abspielt. Mit fortschreitendem Wachstum kann man immer besser erkennen, was das für eine Pflanze ist und welche Früchte, Gaben und Nutzen für die Mitmenschen zu erwarten sind. Sobald diese wohlschmeckenden Früchte sichtbar und reif werden, ist der spezifische WERT des Menschen klar zu erkennen und er entwickelt große Anziehungskraft. Dann gilt es, diese WERTE der gemeinsamen Bestimmung, dem Plan Gottes für die Menschheit, zuzuführen und dadurch lernen wir,  wie wir als Einheit, als harmonisches Ganzes, funktionieren. So wie die Summe der Zellen in unserem Körper auch nur in Einheit funktioniert. Durch die Synergien, die im harmonischen Zusammenwirken entstehen, potenzieren sich unsere WERTE und schaffen eine überdurchschnittlich hohe WERTschöpfung. Dies macht den einzelnen immer mehr fähig, höchstmöglichen Erfolg zu erzielen zu seinem eigenen Wohl und zum Wohle der Gemeinschaft.

Der Mensch ist geschaffen, um in der Gemeinschaft seinen Platz einzunehmen und mit seinen Gaben zu wirken um ein Segen für sich und andere zu sein. Je mehr wir dafür ein Bewusstsein entwickeln und es auch LEBEN, umso besser wird die Lebensqualität jedes einzelnen und der Gemeinschaft bzw. vom gesamten „Organismus Menschheit“.

Die WERTEkultur der gelebten Liebe tut alles, um den Menschen in seiner Einzigartigkeit und in seinem spezifischen Wert zu fördern; dies macht uns fähig, einander wertzuschätzen und in Liebe miteinander umzugehen und daraus entwickelt sich eine extrem hohe WERTschöpfung! Eine Wertschöpfung, die den WERT der Schöpfung langfristig sichert.

Die erkannten WERTE machen das Leben LEBENSWERT!

Im Januar 1999 hatte ich das Vorrecht, in einer Vision, man könnte es auch Tagträume nennen, eine „Gesellschaft in der Gesellschaft“ zu sehen, bei der die gelebte Liebe bereits Realität war. Diese Menschen hatten eine hohe Attraktivität und Anziehungskraft auf ihr Umfeld.

Sie waren in allen Bereichen des Lebens autark, weil sie alles füreinander getan haben. Niemand hat etwas zurückgehalten. Sie lebten in persönlichem und wirtschaftlichem Überfluss. Viele Menschen um sie herum wollten auch dieses wundervolle Leben und diese „Gesellschaft in der Gesellschaft“ war offen für jeden, der dazukommen wollte. Dieses tolle Erlebnis hat mich in dem Bewusstsein bestärkt, dass dies auf jeden Fall möglich sein muss! Ich bin überzeugt, dass jetzt der Zeitpunkt gekommen ist, wo diese „Gesellschaft in der Gesellschaft“ sichtbar wird.

Nun setzen wir diese Vision mit vielen Mitwirkenden bei der Bewegung wertevollleben.com um, die 2007 gegründet wurde. Wertevollleben versteht sich als Bühne, wo wir lernen dürfen, dies zur gelebten Kultur zu erheben denn:

„Wenn die Berufenen auf ihren Platz kommen und ihre Bestimmung im Miteinander leben, werden die Lösungen für die Herausforderungen der heutigen Zeit sichtbar!“

Es ist wundervoll zu sehen, wie Menschen sich entfalten, wenn sie IHREN Platz gefunden haben. Sie entwickeln eine intuitive Intelligenz in ihrer Sache, die seines Gleichen sucht. Bei wertevollleben.com haben wir auch begonnen, erste Schritte zu einer neuen Gesellschafts- und Wirtschaftsform einzuleiten. Mit dem „Prinzip der Wertschätzung auf Basis der Wertschöpfung“ setzen wir das in die Realität um. Dazu mehr im selbigen Kapitel!

Einige Merkmale einer WERTEkultur der gelebten Liebe:

  • Wir leben im Bewusstsein der Fülle!
    Wir wissen, dass von Allem genug da ist und wenn jeder immer nur soviel nimmt, als er wirklich lieben kann, ist alles gerecht verteilt und jeder hat genug.
  • Wir bringen unser göttliches Potenzial, unsere Berufung, zur vollen Entfaltung!
    Wenn wir unsere wahre Identität leben, ist darin der größtmögliche Nutzen, Glück und Freude für uns und die Gemeinschaft enthalten.
  • Wir wissen, dass wir SIND und nicht erst was werden müssen!
    Wir leben aus dem SEIN und erkennen immer mehr, was an WERTEN wie Gaben und Talenten in uns ist und lernen diese voll zu leben.
  • Wir folgen unserem Herzen bzw. der inneren, göttlichen Führung!
    Aus diesem organischen Wachstum heraus bilden sich die richtigen Strukturen. Unser Verstand ist ein geniales Werkzeug, der uns hilft diese Dinge ins tägliche Leben zu übertragen. „Alle Menschen unter der direkten Führung Gottes!“
  • Wir haben Vertrauen und Liebe als Grundlage unseres SEINS!
    Wir denken, sprechen und handeln aus der Gewissheit, dass uns Alles zum Guten dienen wird und Alles im Überfluss vorhanden ist. Aus dieser Haltung heraus entwickelt jeder die Lösungen für seinen Verantwortungsbereich und ist Teil der Gesamtlösung.

wertevolle Grüße
Günter