Diese beiden Dinge sind ursprünglich ein ganz natürlicher Teil unseres Lebens gewesen. Jeder tat das, was er gut konnte und man hat die Potenziale und die Früchte bzw. Produkte daraus untereinander ausgetauscht. Es ist eigentlich das natürlichste der Welt, dass wir einander mit unseren Fähigkeiten Nutzen geben und einander das Leben so einfach wie möglich gestalten. Bei den Urvölkern ist das heute noch weitgehend der Fall. Außerdem ist jeder von uns auch Teil des Finanz- und Wirtschaftssystems. Leider dienen wir zurzeit dem System – und nicht das System uns.

Die Probleme beginnen immer dann, wenn sich Ängste einschleichen. Auch hier ist eines der Kernprobleme, dass wir unseren eigenen WERT von den äußeren Umständen und unserem Status ableiten. Wir definieren uns über unsere Leistung und die Früchte daraus wie Geld und Besitztümer. Wir haben Angst, nicht den Erwartungen zu entsprechen oder nicht genug geachtet zu werden, wenn wir zu wenig leisten und nicht genügend Früchte vorweisen können. Habgier, also ein hohes Streben des „Haben Wollens“, entsteht. Dieses „Haben Wollen“ rechtfertigen wir mit den tollsten Argumenten: „Ich muss ja für meine Familie gut sorgen!“ „Wir müssen dafür sorgen, dass die Wirtschaft floriert!“ „Man muss doch vorsorgen!“ und was weiß ich, wofür wir noch alles sorgen müssen!!! Wir machen uns schon Sorgen, bevor wir überhaupt ein Problem haben. Dadurch besitzen nicht wir die Dinge, sondern die Dinge besitzen uns. Das Kernproblem ist auch hier das Mangelbewusstsein. Es ist immer zu wenig und nie genug. Wir haben ständig Angst, es könnte irgendwie nicht reichen.

Ab dem Moment, wo wir erkennen, dass von allem genug da ist und daher jeder immer nur soviel nimmt, wie er wirklich lieben kann, wäre alles gerecht verteilt und jeder hätte genug.

Wir brauchen wieder einen angstfreien Umgang mit den Themen Finanzen und Wirtschaft. Es ist sehr wichtig, dass wir wieder lernen, mit diesen Dingen in Vertrauen und Liebe umzugehen. Eine Möglichkeit, wie das wieder gelingen kann, nennen wir das „Prinzip der Wertschätzung auf Basis der Wertschöpfung“. Dazu mehr Information im selbigen Kapitel.

Ab dem Zeitpunkt, wo Geld und Finanzen wieder zu dem werden, was sie ursprünglich waren, ein wichtiges Wertschätzungsmittel, gehen wir damit wieder entsprechend um. Die Finanzen und die Wirtschaft dienen wieder dem Menschen. Frei von falschen Erwartungshaltungen und vor allem vom Mangelbewusstsein haben wir gelernt, dass auch hier Liebe und Vertrauen die wichtigste Basis sind. Wirtschaftsleben ist nicht mehr darauf beschränkt, wie man damit möglichst hohe Gewinne erwirtschaftet. Wir setzen unsere eigenen Potenziale und das Potenzial der Finanzen so ein, um für uns, die Mitmenschen und die gesamte Schöpfung den größtmöglichen Nutzen entstehen zu lassen.

Eine der größten Herausforderungen unseres jetzigen Wirtschaftssystems ist, dass man als Unternehmer nur dann erfolgreich sein kann, wenn man die erforderlichen kaufmännischen Fähigkeiten mitbringt. Alle, denen das nicht gegeben ist, gehen zwangsläufig in ein Angestelltenverhältnis und dienen somit der Vision anderer. Im Wirtschaftssystem, das von der WERTEkultur der gelebten Liebe getragen ist, hat jeder die Möglichkeit, seine Bestimmung als freier Mensch umzusetzen. Jeder lebt seine Berufung und setzt seine eigene Vision um. Es funktioniert aus einem ganz einfachen Grund: Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten ergänzen einander und wirken mit ihren unterschiedlichen Gaben und Talenten in Synergie und Harmonie zusammen wie ein Orchester, das ein Konzert gibt. Jeder hat das zu ihm passende Instrument gefunden, kennt seine Noten und fühlt sich dem gemeinsamen Ziel verpflichtet. Dadurch wird eine Gruppe von Menschen zum Wohlklang für sich selbst und für das Umfeld. Diese Form der Zusammenarbeit eröffnet der Wirtschaft gigantische Entfaltungsmöglichkeiten. Jeder konzentriert sich ausschließlich darauf, wozu er berufen ist, denn alles andere erledigen die ergänzenden Potenziale um ihn herum. Die synergetische Potenzierung tritt in Kraft und steigert die Effizienz des Einzelnen und der Gruppe und letztendlich der gesamten Gesellschaft um ein Vielfaches. Zurzeit nutzt der Mensch nicht mehr als 5% seines genetischen Potenzials. Durch die synergetische Potenzierung wird er auf einmal fähig sein, sein volles Potenzial auszuschöpfen und mit immer weniger Energie höhere Ergebnisse zu erzielen. Dies wird ein Quantensprung in der Entwicklung der Menschheit.

Ein weiteres Kernproblem sehe ich in der Erfindung der „Arbeit“. Eine Entwicklung, welche die Menschen Jahrhunderte „versklavt“ hat. Der Unternehmer ist abhängig von seinen Mitarbeitern und der Mitarbeiter vom Arbeitgeber. Dabei ist auch hier die Lösung ganz einfach: Menschen finden heraus, was wirklich ihre Berufung und ihr ureigener göttlicher Auftrag ist. Dann wirken sie für gemeinsame Ziele und Projekte als eigenverantwortliche Persönlichkeiten in Synergie und Harmonie zusammen. Jeder tut das, was er besonders gut kann und stiftet damit den größtmöglichen Nutzen für sein Umfeld. Sobald wir unseren Platz eingenommen haben und unsere Berufung gefunden haben bzw. DEM RUF gefolgt sind, brauchen wir nie mehr „arbeiten“ zu gehen. Wäre das nicht ein wunderschönes Gefühl, nie mehr arbeiten gehen zu müssen, diesem Zwang nicht mehr ausgeliefert zu sein?

Meine langfristige Vision für den Bereich Finanzen und Wirtschaft ist ganz einfach dargestellt:

„Wenn alle alles geben, was sie im Überfluss haben, haben alle alles im Überfluss!“

Jeder bringt sich mit allen seinen Potenzialen wie Gaben, Beziehungen, Ressourcen, Finanzen, Gütern usw. zur Gänze ein. Dieser weitere große Schritt zur WERTEkultur der gelebten Liebe ist aus meiner Sicht nur dann möglich, wenn wir in Liebe und vollem Vertrauen zu uns SELBST, zu den Mitmenschen, zur Schöpfung und zum Schöpfer leben. Das befreit uns dann komplett aus dem Mangelbewusstsein. Weil wir erkannt haben, dass von allem genug da ist, brauchen wir nicht mehr „vorsorgen“ und sparen. Unseren WERT erkennen wir aus unserem SEIN und nicht mehr aus unserer Leistung und den daraus resultierenden Früchten, unserem Besitz. In Liebe und Vertrauen geben wir alles, was wir im Überfluss haben, weil wir wissen, dass wir auch von allen anderen alles bekommen, was sie im Überfluss haben. Wir leben im Bewusstsein, dass alles im Überfluss vorhanden ist. Jeder nimmt nur so viel, wie er wirklich lieben kann, daher ist alles gerecht verteilt und jeder hat genug. So wie die Zellen in unserem Körper nimmt sich auch jeder Mensch nur das aus den vorhandenen Potenzialen, was er wirklich JETZT braucht, denn er weiß, dass auch morgen wieder alles vorhanden ist. So stelle ich mir den Himmel auf Erden vor.

 

Günter
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