Leadership ist immer das Problem oder die Lösung!

Diese Aussage hat mehr denn je Gültigkeit. Es ist tatsächlich so, alles hängt von der Führung ab. Täglich erleben wir die Auswirkungen, egal ob bei uns selbst, in der Partnerschaft, der Familie, in der Arbeit, eigentlich in allen Bereichen von Gesellschaft, Wirtschaft und Politik. Auch die Jetzige SINN- und Wirtschaftskrise ist aus meiner Sicht zu einem hohen Maße eine Auswirkung von mangelnder Leadership.

Gute Leader werden in erster Linie daran gemessen, wie gut es diesen Personen gelingt, andere Menschen zu führen und sie für die eigene Sache, eine Vision oder ein Ziel zu gewinnen. Wäre es nicht viel besser, wenn jeder seine EIGENE Vision und seine EIGENEN Ziele verwirklicht und dafür die volle Verantwortung übernimmt? Wäre es nicht viel besser, erst dann in Synergie mit anderen zu gehen, wenn jeder für sich Klarheit hat in der Frage: “Warum um Gottes Willen bin ich auf dieser Welt?”.

Genau genommen ist die jetzige Form von Leadership in gewisser Weise immer noch eine Form der Abhängigkeit. Eine andere Person sagt uns, wo es lang geht und wir folgen. Wir delegieren einen Teil der Verantwortung an jemanden, der scheinbar besser weiß, wie es geht! Sehr häufig tun wir dies aus Angst oder Bequemlichkeit.

Wollen wir jedoch in Freiheit leben, so ist es wichtig, die volle Verantwortung für unser Leben selbst wahrzunehmen. Ansonsten werden wir zumindest in Teilbereichen von anderen gesteuert und „als Marionette gelebt“! Hier drängt sich die Frage auf, wie wir in Zukunft mit dem Thema Leadership umgehen wollen.

Wenn wir also eine neue Form von Leadership wollen, braucht es meiner Meinung nach auch komplett neue Maßstäbe, was wir unter gutem Leadership verstehen. Ich bin der Überzeugung, dass wir alle bisherigen Beschreibungen von Leadership überdenken und dieses Thema ganz neu beleuchten sollten. Denn eines ist unumstritten: Wir selbst, jede Firma, jedes Land, jeder Verein, also überall wo Menschen in irgendeiner Form wirken und etwas erreichen wollen, da brauchen wir gute Leadership-Persönlichkeiten. Eigentlich braucht jeder Mensch einen guten Leader, um sein Leben meistern zu können.

Wir alle brauchen gutes Leadership, aber niemand will eigentlich von anderen geführt bzw. verführt werden, denn jeder Mensch möchte in Freiheit leben. Die Frage ist also, wer führt wen wohin? Bei genauerem Hinsehen werden wir erkennen, dass Leadership in der bisherigen Form Manipulation ist. Wir benutzen die Menschen, die Angst haben, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen, für unsere eigenen Ziele und unsere Vision. Sehr oft bezeichnen wir das als Dienst an den Menschen und als Liebe, denn sie brauchen ja unsere Führung. Jedoch ist das Grundmotiv in Wahrheit Angst. Wir befürchten, dass die Menschen nicht in der Lage sind, selbst zu wissen, was zu tun ist und was richtig für sie ist, für ein Projekt, ein Unternehmen oder die Gesellschaft. Und die anderen haben selbst Angst, es nicht zu wissen und zu versagen. Daher lassen sie sich lieber führen. Und so wie der Schelm denkt, so ist er. Das Grundübel ist mangelndes Selbstvertrauen. Hinter all diesen Befürchtungen steckt Angst – und Angst ist ein sehr schlechter Ratgeber. Aber wie könnte nun eine neue Form von Leadership aussehen? Wir wollen doch von Zuversicht, Liebe und Vertrauen geleitet sein, oder?

Wenn wir den Menschen führen können, mit dem wir 24 Stunden täglich verbringen, auf dessen Leben wir den größten Einfluss haben und der uns am nächsten ist, von dem wir auch keine Erlaubnis einfordern müssen, ob wir auf ihn Einfluss nehmen dürfen, haben wir die Krone von Leadership erreicht. Wir haben gelernt, uns selbst zu führen.

Die höchste Form von Leadership ist die SELBSTführung! Wie immer ist es auch beim Thema Leadership wichtig, bei uns selbst zu beginnen. Diese Form von Leadership setzt voraus, dass wir bereit sind, die volle Verantwortung für unser Leben selbst wahrzunehmen! Nur wir selbst können wirklich wissen, wohin wir wollen und was das Richtige für uns ist. Die Basis zur SELBSTführung ist eine klare Orientierung, die aus unserem Innersten kommt. Denn

Nur wer geführt ist, kann auch führen.

„Wer bin ICH?“ – „Was macht mich aus?“ – „Warum – um Gottes Willen – lebe ich im Hier und Jetzt?“ Das sind alles entscheidende Fragen. Darin erkennen wir unsere wahre Identität und sie ist der beste Kompass für unser Leben. Die WERTE in uns, unsere Berufung und unsere spezifischen Gaben und Talente verbunden mit dem Bild bzw. der Vision, die durch unser Wirken entstehen soll, sind unser wahres ICH, unser ureigener göttlicher Auftrag als unsere Bestimmung. Also der Teil Gottes in uns, der unsere wahre Identität ausmacht, gibt uns Orientierung und führt uns aus einem inneren Selbstverständnis heraus. Eigentlich brauchen wir nur lernen, diese innere STIMME zu hören, dann erkennen wir diese BeSTIMMung. Sie ist Ausdruck Gottes durch uns bzw. unserer Liebesnatur, unseres SEINS.

Wenn wir also von dieser inneren Stimme geführt sind, stehen wir unter der direkten Führung Gottes und der Liebe. Wir sind geführt und sind aus dieser Position heraus im höchsten Maße fähig, uns selbst zu führen. Wir selbst regieren unser Leben, wir führen Regie. Wir leben und wirken aus der Liebe, denn sie ist unsere wahre Natur, unser SEIN. Wir wissen genau, wofür wir NICHT mehr verantwortlich sind und konzentrieren uns ausschließlich auf unseren göttlichen Auftrag.

SELBSTführung steigert die Erfolgsfähigkeit jedes Einzelnen und jeder Gemeinschaft auf ein Höchstmaß. Wenn wir in dieser Selbstführung leben, wissen wir, dass auch unsere Mitmenschen, unser Partner und unsere Kollegen fähig sind, aus dieser göttlichen Führung heraus zu leben. Daher können wir voll und ganz darauf vertrauen, dass jeder das Richtige macht. Wir können uns selbst ausschließlich auf unsere Aufgabe konzentrieren und leben die Synergie mit den Menschen, die wir als wichtige Ergänzung erkennen. Wir wissen genau, wofür wir verantwortlich sind – und wofür andere. Niemand mehr braucht andere zu führen, weil JEDER direkt von der Liebe, aus dem SEIN, von Gott geführt ist.

In der jetzigen Form ist Leadership noch sehr mit Angst behaftet. Sie geht davon aus, dass Menschen Führung von außen brauchen, damit sie das Richtige tun. Sie vertraut nur dann, wenn Menschen ihre Vertrauenswürdigkeit bereits bewiesen haben. Menschen werden im Grunde genommen entmündigt, wenn wir sie (ver)führen wollen.

Die neue Form von Leadership hat Liebe und Vertrauen als Grundlagen. Sie weiß, dass jeder Mensch selbst weiß, was für ihn, die Gemeinschaft und in der jeweiligen Situation das Richtige ist.

Wenn wir also uns selbst und die Mitmenschen wirklich lieben und wenn wir UNS SELBST vertrauen, vertrauen wir ihnen und können uns voll darauf verlassen, dass jeder selbst weiß, was zu tun ist. Wir ermächtigen einander in der Selbstführung.

Wahre Leader tun alles, damit sie selbst und jene, auf die sie Einfluss haben, in die Selbstführung kommen. Egal ob in der Familie, im Kindergarten, in der Schule oder in Wirtschaft und Gesellschaft. Sie wissen: Nur so ist ein echtes harmonisches Miteinander und „EINS SEIN“ möglich. Sie bauen ausschließlich auf Liebe und Vertrauen und auf die innere göttliche Führung. Jeder ist zu einem wahren Leader, zu SEINEM Leader geworden.

Die WERTEkultur der gelebten Liebe kommt zur Entfaltung, weil immer mehr Menschen lernen, sich selbst zu führen und ihre Bestimmung zu leben! Denn:

„Wenn die Berufenen auf ihren Platz kommen, werden die Lösungen für die Herausforderungen der heutigen Zeit sichtbar und wirksam!“

 

 

wertevollle Grüße

Günter

www.wertevollleben.com

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